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Neues Waschbecken? Beachten Sie diese 10 wichtigsten Punkte

Brauchen Sie ein neues Waschbecken, weil das alte verschlissen, undicht oder einfach nicht mehr zeitgemäß ist?

Oder richten Sie ein komplett neues Bad ein?

In beiden Fällen sollte dem Waschbecken besonderes Augenmerk zukommen – schließlich werden Sie es mehrmals am Tag benutzen.

Die 10 wichtigsten Kriterien für ein neues Waschbecken

Von der Größe über die Form bis zur richtigen Position und dem geeigneten Material – auf folgende Kriterien sollten Sie achten, wenn es um ein neues Waschbecken geht.

1. Welche Art von Waschbecken ist am besten?

Generell haben Sie die Wahl zwischen drei Arten von Waschbecken:

  • Hängewaschbecken, die an der Wand befestigt werden
  • Waschbecken auf/in Schränken oder Aufsatzwaschbecken
  • Frei stehende Säulenwaschbecken.

Hängewaschbecken sind der Klassiker, mit dem Sie nichts falsch machen können. Allerdings empfinden viele Badbesitzer ihre Optik als zu zweckmäßig und langweilig.

Ein Aufsatzwaschbecken auf einem Schrank macht da schon mehr her. Bedenken Sie jedoch, dass immer mal wieder Spritzer auf dem Holz landen können. Das macht diese Modelle sehr pflegeintensiv.

Frei stehende Waschbecken ziehen alle Blicke auf sich und benötigen darüber hinaus keine Wandhalterung.

Sie sind jedoch durch die massive Säule relativ teuer und außerdem schwer. Ein 60 kg schweres Waschbecken in obere Stockwerke zu wuchten ist definitiv kein Spaß.

Außerdem entfällt so der Platz, den Sie unter dem Waschbecken zum Verstauen von Utensilien nutzen könnten.

2. Wie groß sollte das Waschbecken sein?

Ein Waschbecken sollte groß genug sein, um sich bequem die Hände waschen zu können.

Wenn Sie das Becken daneben zum Haare- oder Wäschewaschen nutzen wollen, darf es sogar noch eine Nummer größer ausfallen.

In Gästebadezimmern empfiehlt sich ein handliches Handwaschbecken. Wenn Sie sich für ein Eckwaschbecken entscheiden, können Sie den vorhandenen Platz noch besser nutzen.

Beachten Sie bei der Größe folgende Empfehlungen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI):

  • Vor und neben dem Waschbecken sollten mindestens 45 bzw. 20 cm frei bleiben.
  • In barrierefreien Badezimmern erhöht sich dieser Wert auf 120 x 120 cm.
  • Rollstuhltaugliche Waschbecken benötigen einen vorderen und seitlichen Abstand von 150 x 150 cm.

3. Welche Höhe für das Waschbecken ist ideal?

Wer ein neues Bad plant, sollte auf die richtige Höhe des Waschbeckens achten. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Das Waschbecken sollte so angebracht sein, dass Sie sich bequem die Hände waschen können.
  • Über dem Becken muss genug Platz für Ihren Badezimmerspiegel bleiben.
  • Achten Sie darauf, Waschbecken für Kinder und Rollstuhlfahrer nicht zu hoch anzubringen.

Hier finden Sie eine Orientierungshilfe für die ideale Höhe.

4. Wo sollte ich das Waschbecken anbringen?

Wer sein Waschbecken nur austauschen möchte, wird wahrscheinlich denselben Platz wie für das alte Modell nutzen.

Anders sieht es in neuen Bädern aus. Folgende Tipps sollten Sie im Kopf behalten:

  • Am Morgen fällt der erste Blick für viele Badbesitzer in den Spiegel über dem Waschbecken. Darum sollten Sie auf einen möglichst hellen Platz im Badezimmer achten.
  • Verfügt das Bad über kein eigenes Fenster, empfiehlt es sich, das Waschbecken unter einer kräftigen Leuchte anbringen.
  • Falls mehrere Hausbewohner das Badezimmer gleichzeitig benutzen, sollte das Waschbecken so platziert sein, dass Sie beim Händewaschen nicht den Zugang zur Dusche versperren.

5. Welches Material eignet sich für Waschbecken?

Die Zeiten, als Waschbecken standardmäßig aus Keramik waren, sind heute vorbei.

Zwar stellt die Badkeramik weiterhin ein beliebtes Material dar, das durch seine Robustheit und Langlebigkeit punktet – es gibt jedoch noch mehr Optionen.

Wenn Ihnen besonders glatte Oberflächen, ein leichtes Gewicht oder eine ausgefallene Optik wichtig sind, sollten Sie verschiedene Materialien vergleichen. Einen ersten Überblick finden Sie in diesem Artikel.

6. Welche Form und Farbe soll das Waschbecken haben?

Rund, oval oder eckig – bei der Form des Waschbeckens kommt es vor allem auf Ihren persönlichen Geschmack an. Das gilt auch für die Farbe.

Bedenken Sie jedoch: Weiß reflektiert das Licht besser als dunkle Farben und hilft zusammen mit hellen Fliesen, das Badezimmer größer erscheinen zu lassen.

Wenn Sie ein dunkles Waschbecken kaufen, bedenken Sie auch, dass Schmutz- und Kalkflecken deutlicher sichtbar sind.

Das ist besonders für Badbesitzer in Gegenden mit hartem Wasser wichtig.

7. Ist ein Waschtisch sinnvoll?

Während Waschbecken-Puristen sich gern für ein Becken mit Wandaufhängung entscheiden, spricht viel dafür, das gute Stück in oder auf einem Waschtisch zu montieren.

Manche Badbesitzer wollen den Siphon verdecken; und auch zusätzlicher Stauraum im Bad ist eine gute Sache.

Auf dem Waschtisch können Sie Kosmetika lagern, während sich der Schrank ideal für Putzmittel eignet.

Allerdings hat ein Waschtisch auch Nachteile: z. B. für Leute, die gern nahe an das Waschbecken treten oder gar ihre Füße darunter stellen.

Auch gestaltet sich der Austausch einer Armatur mit Waschtisch wesentlich schwieriger.

In Badezimmern für Rollstuhlfahrer ist der Waschtisch ebenfalls keine Option.

8. Oberflächenveredelung oder nicht?

Wer in einer Gegend mit hartem Wasser lebt, sollte sich für ein veredeltes Waschbecken entscheiden.

Bei diesen Modellen ist die Oberfläche mit einer speziellen Schicht ausgestattet, die Kalk und Schmutz fernhält.

Spätestens beim Reinigen lohnt sich die Investition, denn Sie müssen das gute Stück seltener und mit weniger Putzmittel behandeln. Das schont die Umwelt.

Außerdem behält Ihr Waschbecken mit Oberflächenbeschichtung länger seinen Glanz.

9. Welcher Siphon soll es sein?

Damit keine unangenehmen Gerüche aus dem Waschbecken aufsteigen, ist vor dem Abflussrohr ein Siphon angebracht. Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei Varianten: Röhren- und Flaschensiphons.

Röhrensiphons erkennt man an dem markanten S-förmigen Rohr. Sie sind weniger anfällig für Verstopfungen als Flaschensiphons und nahezu selbstreinigend. Dafür werden sie von vielen Badbesitzern als hässlich empfunden.

Ein Flaschensiphon sieht etwas eleganter aus und nimmt weniger Platz weg. Diese Variante lässt sich einfacher abschrauben und reinigen. Die Reinigung ist jedoch auch häufiger nötig als bei Röhrensiphons.

10. Welche Ablaufgarnitur sollte ich wählen?

Eine Ablaufgarnitur sorgt dafür, dass das Wasser im Waschbecken wieder abfließt.

Auch wenn die wenigsten Badbesitzer ihr Becken heute noch komplett befüllen – das Ablaufventil kann bei Bedarf geschlossen werden.

Dafür kommt entweder eine Ablaufgarnitur mit Zugstange oder ein Pop Up/Push Open-Ventil zum Einsatz.

Beide Variante erfüllen den gleichen Zweck. Jedoch müssen Sie nicht in das Wasser fassen, um ein Ventil mit Zugstange zu öffnen.

Dafür ist die Montage etwas aufwändiger und das Waschbecken muss eine Öffnung für die Zugstange besitzen.

Übrigens: Wenn Sie schon beim Ablauf sind, sollten Sie auch den Überlauf nicht vergessen.

Dieser sorgt dafür, dass kein Wasser über den Beckenrand strömen kann. Alles über dieses oft übersehene Bauteil erfahren Sie hier.

Vermeiden Sie diese 6 häufigen Fehler beim Waschbeckenkauf

Egal ob es um den Kauf, die Montage oder die Pflege geht – wenn Sie lange etwas von Ihrem neuen Waschbecken haben möchten, sollten Sie diese 6 Fehler vermeiden.

1. Verschenkter Platz durch Doppelwaschbecken

Doppelwaschbecken haben ihren Sinn: nämlich wenn zwei Leute gleichzeitig das Waschbecken benutzen möchten. Für Familien mit Kindern sind sie also eine tolle Sache.

Doch nicht jeder nutzt diese Möglichkeit im Alltag. Stattdessen könnte der Platz besser genutzt werden, wenn Sie ein Einzelwaschbecken in einem Waschtisch mit größerem Trockenarbeitsplatz anbringen.

2. Zu schwere Waschbecken für instabile Wände

Besonders in Altbauten haben viele Wände ihre beste Zeit schon hinter sich. An diese noch ein schweres Keramik-Waschbecken anzuschrauben, ist darum grob fahrlässig.

Lieber sollten Sie auf folgende Möglichkeiten ausweichen:

  • Waschbecken aus leichten Materialien wie Mineralguss oder Acryl
  • kleine Handwaschbecken
  • Waschbecken mit Waschtisch zur Stütze
  • frei stehende Säulenwaschbecken.

3. Schäden am Waschbecken durch falsche Reinigung

Das Badputzen gehört für die wenigsten Menschen zu den angenehmen Aufgaben. Und so wird oft das erstbeste Putzmittel genommen, das verfügbar ist.

Während Waschbecken aus Keramik ungeeignete Reiniger noch relativ leicht verzeihen, sieht das bei Modellen aus Mineralguss, Acryl oder Naturstein schon anders aus.

Diese Materialien können stumpf werden oder sich verfärben, wenn Sie mit den falschen Chemikalien anrücken.

Darum sollten Sie sich vor der Reinigung diese Übersicht über geeignete Putzmittel ansehen.

4. Fehlerhafte Montage

Ein Waschbecken anzubringen ist kein Hexenwerk. Wenn Sie etwas Geduld und handwerkliche Grundkenntnisse besitzen, benötigen Sie dafür keinen Klempner.

Jedoch sollten Sie besonders bei folgenden Punkten acht geben:

  • Schrauben Sie das Waschbecken fest in die Wand, aber ziehen Sie die Schrauben nicht mit Gewalt an. Sonst könnte das Material springen.
  • Benutzen Sie die richtigen Dübel für die entsprechende Wand (z. B. Spreizdübel für Porenbeton- oder Trockenbauwände).
  • Auch Armaturen müssen mit dem Schraubenschlüssel festgezogen werden. Handfestes Anziehen genügt nicht.

5. Silikonfuge vergessen

Die Silikonfuge zwischen Waschbecken und Wand ist zwar keine Pflicht. Sie hält jedoch Wasser davon ab, hinter die Wand zu spritzen.

Vor allem wenn Kinder das Waschbecken benutzen, sollten sie es also auf jeden Fall verfugen.

So verhindern Sie, dass sich durch zu viel Feuchtigkeit Schimmel bilden kann.

6. Billigware statt Markenqualität

Waschbecken sind eine langfristige Investition. Dementsprechend sollten Sie sich für Markenqualität entscheiden und nicht am falschen Ende sparen.

Nichts ist ärgerlicher, als wenn das Billigwaschbecken plötzlich einen irreparablen Haarriss aufweist, undicht wird oder sich durch Putzmittel verfärbt.

Natürlich sollten Kosten und Nutzen im richtigen Verhältnis stehen. Im Gästebad, das selten benutzt wird, braucht es eventuell kein handgefertigtes Waschbecken aus Marmor.

Und auch wer herumtobende Kinder zu Hause hat, sollte sich die Anschaffung empfindlicher Designerstücke zweimal überlegen.

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