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Welche Glasstärke für Duschkabine & Trennwand? (Vor- & Nachteile)

Duschkabinen und Duschtrennwände werden in verschiedenen Glasstärken und -typen angeboten.

Da ist die Frage berechtigt, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Optionen mit sich bringen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf Sie bei der Wahl der richtigen Glasstärke und Glasart achten müssen und welche Vor- und Nachteile es gibt.

Welche Glasstärken sind üblich für Duschkabinen?

Welche Glasstärke für Duschkabine & Trennwand

Glasscheiben für Duschkabinen und Trennwände werden am häufigsten in 6mm oder 8mm verbaut.

Es gibt zwar auch 4mm und 5mm dünne Glasscheiben, allerdings werden diese eher selten verwendet, da sie sehr instabil sind und stark schwingen.

Aufgrund ihrer geringen inneren Stabilität eignen sich derart dünne Scheiben nur für bestimmte Duschkabinen – beispielsweise für recht kleine, vollgerahmte Eckduschen mit Schiebetür.

Wenn von „dünnen“ Glasscheiben die Rede ist, sind also meistens 4-6mm gemeint. „Dicke“, stabilere Glasscheiben sind hingegen 8mm.

Darüber hinaus gibt es sogar besonders dicke und stabile 10mm Scheiben, die für besonders hochwertige Duschen verwendet werden – insbesondere mit großen Abmessungen und ohne Rahmen.

Welche Vorteile hat dickeres Glas?

Hochwertigere Wahl

Duschkabinen und Trennwände aus dickerem Glas sprechen in der Regel für höhere Qualität und werden deshalb tendenziell eher in wertigeren, teureren Modellen verwendet.

Der Grund für den höheren Preis ist einerseits, dass dickeres Glas natürlich schon aufgrund des höheren Materialpreises mehr kostet, da eben mehr Glas verbaut ist.

Das führt dementsprechend zu höherem Gewicht – doch mehr Gewicht und ein höherer Preis allein sind natürlich kein Selbstzweck.

Mehr Stabilität

Denn der große Vorteil von dickerem Glas ist vor allem, dass es wesentlich stabiler ist als dünnere Alternativen.

Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn es sich um recht große und eventuell sogar rahmenlose Duschkabinen oder Trennwände handelt.

Dünneres Glas ist nämlich merklich instabiler – es schwingt und „wabbelt“ bei Kontakt oder beim Öffnen und Schließen der Duschtür teils deutlich hin und her.

Das heißt natürlich nicht, dass derart schwingendes Glas ein Sicherheitsrisiko wäre – aber eine wabbelige Duschkabine wirkt eben nicht besonders hochwertig.

Mit dickerem Glas vermeiden Sie dieses Problem in der Regel vollständig – die Kabine und Trennwand schwingen nur minimal oder überhaupt nicht.

Weniger Lärm

Zudem sollte auch nicht unterschätzt werden, dass eine schwingende Duschkabine relativ laut ist beim Öffnen und Schließen.

Das liegt daran, dass eine Duschkabine bzw. die Glasscheiben im Grunde ein großer Resonanzkörper sind.

Wenn dieser nun aufgrund dünner und damit wenig stabiler Scheiben ins Schwingen gerät, macht das einiges an Lärm.

Fast jeder kennt sicher das dröhnende Geräusch, das eine Duschkabine produziert, wenn man die Tür nicht besonders sanft schließt.

Weil dickeres Glas wesentlich stabiler ist, schwingt es entsprechend weniger und sorgt damit für mehr Ruhe im Bad und ist somit einer entspannende Atmosphäre zuträglich.

Optische Freiheit

Weiterhin ermöglichen Duschwände aus dickerem Glas optische und gestalterische Freiheiten, die mit dünnerem Glas nicht oder nur eingeschränkt machbar sind.

Komplett rahmenlose Duschkabinen oder Trennwände lassen das Bad in seiner vollen Größe erscheinen, sind unauffällig und wirken sehr elegant.

Allerdings erfordern sie gerade bei größeren Abmessungen oft dickere Scheiben, um die benötigte Stabilität zu gewährleisten.

Wenn Sie also spezifische ästhetische Vorstellungen haben und möglichst auf klobige Rahmen verzichten wollen, bieten Ihnen dickere Glasscheiben wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Für Inspiration zu rahmenlosen Duschkabinen empfehlen wir unseren separaten Artikel hier.

Welche Vorteile hat dünneres Glas?

Ein klarer Vorteil von Duschkabinen und Trennwänden aus dünnerem Glas ist für viele Verbraucher der günstigere Preis.

Dies ist eine direkte Konsequenz der Materialeinsparung, weshalb Anbieter von Duschkabinen mit dünnerem Glas preiswerter anbieten können.

Ein weiterer Vorteil ist das deutlich geringere Gewicht gegenüber dickerem Glas.

Dieser Vorteil schlägt sich nicht nur im einfacheren (und evtl. günstigeren) Transport sowie leichterer Handhabung beim Einbau nieder.

Denn bei Häusern oder Wohnungen mit weniger stabilen Wänden (z.B. Trockenbauwände), wo die sichere Verankerung von schwerem Glas schwierig wäre, stellen die dünneren und leichteren Glasscheiben eine gute Alternative dar.

Auch die Beschläge müssen weit weniger Gewicht aushalten als bei schweren Glasscheiben und können deshalb preiswerter gewählt werden.

Hängt die Glasstärke von der Art der Duschkabine ab?

Ja, in gewissem Maße entscheidet die Bauweise und Größe Ihrer Duschkabine oder Trennwand darüber, welche Glasstärke notwendig – oder zumindest empfehlenswert – ist.

Wenn es sich beispielsweise um eine vollumrahmte Eckkabine mit Schiebetüren handelt, deren einzelne Glaselemente relativ schmal sind, dann kommen durchaus 4-6 mm dünne Glasscheiben in Frage.

Das liegt einfach daran, dass die Glasscheiben ringsherum vom Rahmen gehalten und stabilisiert werden und deshalb weniger intrinsische Stabilität notwendig ist.

Wenn Ihnen jedoch eine transparent erscheinende, großflächige Trenn- oder Seitenwand ohne optisch aufdringliche Rahmen vorschwebt, sollten Sie in jedem Fall auf 8mm (oder gar 10mm) setzen.

Denn nur ausreichend dickes Glas bietet ausreichend Stabilität, um auch auf großer Fläche ohne externe Stabilisierung verwendet werden zu können.

Welches Glas: ESG oder VSG?

Für Duschkabinen und Trennwände aus Echtglas wird in der Regel sogenanntes Einscheibensicherheitsglas (ESG) verwendet.

Dabei handelt es sich um ein wärmebehandeltes Glas, dass gegenüber herkömmlichem Flachglas eine enorme Schlag- und Stoßfestigkeit aufweist.

Darüber hinaus zerfällt es im Falle eines Bruches in viele kleine, stumpfe Stücke, welche nicht die üblichen scharfen Kanten, Winkel und Spitzen von zerbrochenem Flachglas haben.

Dadurch verringert sich im Fall der Fälle die Gefahr von Schnittverletzungen deutlich.

ESG weist bei Sonneneinstrahlung oder Temperaturschwankungen ein geringes Risiko von sogenannten Spontanbrüchen auf.

Dieses Risiko lässt sich nahezu komplett vermeiden mit ESG-H Glas, wobei das „H“ für „Heat-Soak“ steht, zu Deutsch Heißlagerungstest.

Dabei wird das Glas nach der Produktion hohen Temperaturen ausgesetzt, wodurch bei zu Spontanbrüchen neigenden Scheiben der Bruch direkt ausgelöst wird.

Für alle anderen Scheiben, die den Test überstanden haben, ist das Risiko dann vernachlässigbar.

Darüber hinaus werden auch Duschwände aus Verbundsicherheitsglas (VSG) angeboten, welches unter anderem in Windschutzscheiben von Fahrzeugen verbaut wird.

Dabei werden in der Regel zwei 4mm ESG-Scheiben zusammengeklebt, wobei sich zwischen ihnen eine Folie befindet.

VSG ist extrem widerstandsfähig und bruchsicher. Darüber hinaus bleiben die Glassplitter im Falle eines Bruches an der Folie haften, wodurch keine Glasstücke im Raum verteilt werden.

VSG Glas wird eher selten für Duschkabinen verwendet, da genügend dickes ESG in der Regel völlig ausreichend bruchsicher und stabil ist.

Wenn VSG verwendet wird, ist es oft bei besonders großen Trennwänden oder Glaselementen, bei denen es auf höchste Sicherheit ankommt.

Lesen Sie hier mehr über Duschkabinen und wie Sie die richtige für sich finden.

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