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Warum kommt kein Wasser aus dem Wasserhahn? 9 Gründe (+Lösungen)

Sie drehen den Wasserhahn auf, aber es passiert nichts?

Wenn kein Wasser aus Ihrer Armatur fließt, kommen eine Reihe von Ursachen in Frage, die es herauszufinden gilt.

Im Folgenden sehen wir uns an, wie Sie systematisch die Ursache finden – und wie Sie das Problem lösen können.

9 Gründe, warum kein Wasser aus dem Wasserhahn kommt

Warum kommt kein Wasser aus dem Wasserhahn

1. Wasserversorgung unterbrochen

Wenn nicht nur Ihr Wasserhahn trocken bleibt, sondern Sie im ganzen Haushalt plötzlich kein Wasser mehr haben, kommt grundsätzlich ein Problem bei Ihrer Wasserversorgung in Frage.

Zum einen kann es durch unvorhergesehene Rohrbrüche zu Unterbrechungen kommen.

Aber auch geplante Reparaturen der öffentlichen Wasserleitungen können die Wasserversorgung zum Erliegen bringen.

In diesem Fall wären natürlich nicht nur Sie, sondern alle im Haus und Ihrer Nachbarschaft betroffen.

Fragen Sie also am besten beim Nachbarn nach und rufen Sie dann bei Ihrem Wasserversorger an, um das Problem zu melden.

Dass Ihnen das Wasser wegen Zahlungsverzuges abgestellt wurde, davon gehen wir hier nicht aus – denn das kommt erfreulicherweise sehr selten vor und erfolgt auch nur nach mehrfacher Androhung.

2. Hauptwasserhahn

Sollte kein Problem mit der öffentlichen Wasserversorgung vorliegen, Sie aber dennoch im ganzen Haushalt kein Wasser haben, könnte die Ursache an Ihrem zentralen Wasseranschluss liegen.

Machen Sie sich also auf den Weg zum Hauptabsperrhahn, der sich direkt hinter der Wasseruhr befindet.

Diese ist meistens im Keller oder bei Mietwohnungen auch im Bad oder der Küche.

Eventuell hat jemand das Hauptventil zugedreht, oder es ist nicht vollständig geöffnet.

Insbesondere in Mehrfamilienhäusern oder Mietwohnungen kann schonmal jemand ohne Ihr Wissen den Hauptwasserhahn zudrehen.

Hinweis: an dem Wasserzähler selbst dürfen Sie nichts verändern oder versuchen zu reparieren – dafür ist Ihr Wasserversorger zuständig.

3. Defekte Leitung

Zwar unwahrscheinlich, aber umso wichtiger, als Ursache auszuschließen:

Öffnen Sie den Wasserhahn, aus dem kein Wasser kommt und gehen Sie zur Wasseruhr.

Wenn sich nun der Wasserzähler dreht, obwohl keine andere Entnahmestelle geöffnet ist, deutet das auf ein Leck in den wasserführenden Rohren hin.

In diesem Fall sollten Sie umgehend das Wasser im ganzen Haus bzw. der Wohnung abstellen und einen Klempner rufen, um größere Wasserschäden zu vermeiden.

4. Eingefrorene Leitungen

Heutzutage eher selten, kommen gefrorene Wasserleitungen eigentlich nur bei schlechter Isolierung und dünnen Wänden vor.

Wenn die Wohnung, Gartenlaube oder das Haus im Winter dann nicht ausreichend geheizt sind, können die Wasserleitungen einfrieren.

In diesem Fall können Sie versuchen, die Leitungen vorsichtig aufzutauen, beispielsweise mit einem Haartrockner.

Vermeiden Sie dabei allerdings zu drastische Temperaturschwankungen, da das zu Rissen in den Rohren führen kann.

5. Eckventile

Prüfen Sie, ob die Eckventile auch tatsächlich vollständig aufgedreht sind.

Öffnen Sie dazu zunächst die Armatur vollständig und drehen Sie anschließend die Eckventile unter dem Waschbecken oder der Spüle auf.

Sollte das nicht helfen, kann es dennoch an den Eckventilen liegen:

Viele Eckventile sind nämlich mit Durchflussbegrenzern und kleinen Sieben ausgestattet – beide Komponenten können sich mit Partikeln oder Kalk zusetzen und somit verstopfen.

In diesem Fall können Sie das Eckventil abschrauben und von innen reinigen.

Wie das gemacht wird und worauf Sie dabei achten müssen, lesen Sie hier.

Ein anderes Problem mit Eckventilen kann folgendes sein:

Insbesondere, wenn diese längere Zeit geschlossen waren, können beim Öffnen die Ventilsitze im Inneren abreißen.

Das lässt sich leicht überprüfen: Schrauben Sie die Eckventile mit einem passenden Maulschlüssel ab und versuchen Sie, durch das geöffnete Ventil zu pusten.

Wenn das nicht möglich ist, werden Sie sich ein neues Eckventil beschaffen müssen – dann sollte das Wasser wieder sprudeln.

6. Perlator verstopft

Wenn lediglich der Wasserhahn betroffen ist, aus anderen Armaturen im Bad oder Küche aber Wasser fließt, dann ist die Ursache sehr wahrscheinlich starke Verkalkung.

Ein Bauteil am Wasserhahn, dass häufig verkalkt – sicher aber zum Glück auch schnell und einfach reinigen lässt – ist der sogenannte Perlator.

Dieser dient einerseits als Wassersprudler, andererseits als Durchflussbegrenzer zum Wassersparen.

Wie Sie den Perlator ganz leicht von Kalk und Schmutz befreien und worauf Sie dabei achten müssen, haben wir ausführlich hier beschrieben.

7. Armatur verstopft

Genau wie der Perlator kann sich auch der Armaturkörper von innen mit der Zeit zusetzen.

Besonders, wenn Sie in einer Region mit hartem Wasser leben und keinen Hauswasserfilter zur Entkalkung nutzen, werden Sie damit früher oder später zu tun haben.

Im Inneren der Armatur setzen sich vor allem gern die Kartusche und die Ventile mit Kalk oder anderen Partikeln zu.

Erfreulicherweise können Sie aber auch dieses Problem jedoch fast immer selbst lösen – wie Sie das tun, erfahren Sie ausführlich beschrieben inklusive Videos hier.

8. Rohrbelüfter

Auch der Rohrbelüfter, welcher bei allen halbwegs modernen Armaturen mit einem Rückflussverhinderer kombiniert ist, kann das Problem darstellen.

Durch Verschleiß, Kalk oder sonstige Partikel können Rohrbelüfter oder Rückflussverhinderer festklemmen oder verstopfen und somit den Wasserfluss blockieren.

Mehr über Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer lesen Sie hier.

Auch hier ist die Fehlerbehebung durch Ausbauen der Armatur und Entkalken relativ einfach gemacht (wie hier beschrieben).

9. Warmwasserversorgung

Falls kaltes Wasser problemlos fließt, lediglich kein heißes Wasser aus dem Wasserhahn kommt, liegt das sehr wahrscheinlich an Ihrer Warmwasserquelle.

Sollten Sie eine dezentrale Warmwasserversorgung (meist ein Heizkessel im Keller) nutzen, würde dieses Problem an jeder Entnahmestelle auftreten, wodurch Sie es sehr gut eingrenzen können.

In diesem Fall müssen Sie dem Vermieter Bescheid geben oder als Eigentümer selbst den Herstellerservice oder Installateur beauftragen.

Wenn Sie hingegen Ihr Warmwasser dezentral mittels Untertisch-Boiler oder Durchlauferhitzer erzeugen, können auch diese Geräte das Problem verursachen.

In aller Regel benötigen Sie zur Behebung hier jedoch ebenfalls einen Fachmann oder den Herstellerservice – sowohl aus Sicherheitsgründen (elektrische Geräte), als auch aus Gründen des Garantieanspruches.

Versuchen Sie keinesfalls, selbst an den Geräten herumzuschrauben oder diese zu öffnen.

Wie kann ich das Problem zukünftig verhindern?

Abgesehen davon, Ihre Wasserrechnungen regelmäßig zu zahlen, gibt es seitens der grundsätzlichen Wasserversorgung nichts, was Sie beeinflussen können.

Jedoch gibt es einige Dinge, die Sie innerhalb Ihrer eigenen vier Wände tun können, um sicherzustellen, immer fließendes Wasser zu haben:

  • Bewegen Sie regelmäßig alle Eckventile
  • Entkalken Sie bei Bedarf Ihren Wasserhahn (so geht das)
  • Installieren Sie einen Wasserfilter, idealerweise mit Entkalker (um Verkalkung vorzubeugen)

Wie Sie sehen, haben Sie hauptsächlich auf Vorbeugung durch Vermeidung von Verkalkungen Einfluss.

Da verkalkte Rohre und Armaturen jedoch ein sehr häufiger Grund für verstopfte Armaturen sind, lohnt es sich durchaus, hier vorzubeugen.

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