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Warum pfeift meine Dusche? 7 mögliche Ursachen (& Lösungen)

Wenn Ihre Dusche pfeift, ist das nicht normal und ein Grund, genauer hinzuschauen.

Verschiedene Ursachen kommen für das störende Geräusch infrage – zum Beispiel lockere Ventile und Anschlüsse oder ein minderwertiger Thermostat. Auch ein verkalkter Duschkopf ist ein möglicher Auslöser.

In vielen Fällen ist mit wenigen Handgriffen einfache Abhilfe möglich.

Ist eine pfeifende Dusche normal?

Wenn Sie nach dem Anstellen der Dusche ein durchdringendes Pfeifen vernehmen, dann ist das nicht nur äußerst lästig, sondern auch ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ein lautes Pfeifen gehört nicht zu den üblichen Betriebsgeräuschen einer funktionierenden Dusche!

Bevor Sie sich jedoch an die Ermittlung der möglichen Ursachen machen, sollten Sie allerdings sicherstellen, dass auch wirklich Ihre Dusche die Quelle des Pfeifens ist:

  • Tritt das Geräusch nur auf, wenn Sie Ihre Dusche anstellen?
  • Oder ist das Pfeifen auch zu anderen Gelegenheiten zu hören – zum Beispiel, wenn Sie nur das Badewasser einlaufen lassen?
  • Pfeift es auch, wenn Sie den Wasserhahn am Waschbecken benutzen?
  • Tritt es nur bei der Entnahme von Warmwasser auf?
  • Oder nur bei der Entnahme von Kaltwasser?
  • Oder immer?

Wenn das Pfeifen ganz ohne Ihr Zutun auftritt, dann kann es auch aus einer Nachbarwohnung kommen.

In jedem Fall ist das Pfeifgeräusch ein Grund zu handeln.

7 mögliche Ursachen für eine pfeifende Dusche

Um das störende Pfeifen in der Dusche abzustellen, müssen Sie die genauen Ursachen kennen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

1. Verstopfte Duschdüsen

Eine einfache Möglichkeit sind verstopfte Duschdüsen, die es dem Wasser nicht erlauben, auf die vorgesehene Weise auszutreten.

Das kann zum Beispiel durch Kalk oder sonstige mineralische Ablagerungen geschehen. Dieses Problem lässt sich sehr einfach beheben.

Wenn das Geräusch nur bei Benutzung des Duschkopfs auftritt, ist sehr wahrscheinlich der Duschkopf (oder der Duschschlauch) das Problem.

2. Lockere Anschlüsse

Sitzen Ventile oder Schläuche locker, kann es dazu kommen, dass das Wasser an einer ungewollten Stelle austritt und der Duschkopf zu pfeifen beginnt.

3. Verschlissene Ventile oder Dichtungsringe

Ein ständiges Problem bei Wasserleitungen sind Verschleißerscheinungen bei Ventilen bzw. den zugehörigen Dichtungsringen.

3. Beschädigter Duschschlauch

Duschschläuche sind für gewöhnlich sehr robust, müssen aber im täglichen Gebrauch auch einiges aushalten.

Deshalb kann es immer einmal zu Beschädigungen kommen. Dann ist der Wasserfluss gestört und der Duschkopf beginnt in der Folge möglicherweise zu pfeifen.

4. Minderwertiger Thermostat

Immer wieder ist es der Einbau preiswerter Thermostatarmaturen, der im späteren Betrieb für Ärger sorgt.

Durch eine schlechte Verarbeitung oder eine verschleißanfällige Konzeption begünstigen sie das Entstehen von Fehlfunktionen.

5. Unausgeglichener Wasserdruck

Wenn Sie eine Duschpumpe einsetzen, um den Wasserdruck beim Duschen zu erhöhen, kann ein Defekt der Pumpe das Pfeifen verursachen.

Versuchen Sie nach Möglichkeit, das Wasser ohne die Pumpe laufen zu lassen und prüfen Sie, ob das Pfeifen immer noch auftritt.

Auch wenn Sie keine Duschpumpe nutzen, kann ein unausgeglichener Wasserdruck verantwortlich für das Pfeifen sein.

6. Defektes Umschaltventil

Das Umschaltventil (der Umsteller) ist für das Umleiten des Wassers vom Wannenauslauf zum Duschkopf zuständig.

Wenn er nicht richtig funktioniert, kann das zu unüblicher Geräuschentwicklung führen – wie das hier behandelte Pfeifen.

Achten Sie darauf, ob während des Duschens noch immer kleine Mengen Wasser aus dem Wannenauslauf fließen – das könnte auf einen defekten Umsteller hinweisen.

So lösen Sie das Problem

Die Lösung Ihres Problems richtet sich nach der Ursache, deshalb sollten Sie versuchen, den Auslöser so eng wie möglich einzukreisen.

Tritt das Pfeifen zum Beispiel nur bei warmem Wasser auf, dann ist sehr wahrscheinlich nicht der Duschkopf verstopft, sondern das Ventil in einem der Mischer.

Oft liegt auch nur eine Verschleißerscheinung des Dichtungsringes vor. Diesen können Sie leicht selbst austauschen – Dichtungsringe gibt es im Handel für rund 10 Euro.

Bei verschmutzten Ventilen genügt mitunter eine Reinigung, ein Austausch ist nicht immer notwendig.

Wenn das Pfeifen immer auftritt, sobald Sie das Wasser auf den Duschkopf umstellen, dann sind sehr wahrscheinlich die Duschdüsen verstopft oder der Duschschlauch beschädigt.

Bei verstopften Duschdüsen kann eine gründliche Reinigung des Duschkopfes – zum Beispiel in einem Essigbad – Wunder wirken.

Montieren Sie den Duschkopf ab, zerlegen Sie ihn in seine Einzelteile und legen Sie diese in eine Essiglösung. Zur Not können Sie den Duschkopf auch komplett austauschen.

Bei einem beschädigten Duschschlauch wird an einem Austausch ohnehin kein Weg vorbeiführen, das Flicken mit Isolierband ist nicht zu empfehlen.

Es ist auch sinnvoll, alle Anschlüsse zu überprüfen: Stellen Sie sicher, dass nirgends ungewollt Wasser austritt.

Insbesondere die Verbindungsstücke zwischen Duschkopf und Schlauch sowie Schlauch und Wasserhahn sind für undichte Stellen anfällig.

Sind die Armaturen oder die Duschpumpe als Auslöser des Pfeifens ausgemacht, bleibt Ihnen fast nur der Austausch.

Hier kann Ihnen unter Umständen Ihr Vermieter helfen. Auch ein defekter Umsteller muss immer ersetzt werden.

Bei Problemen mit dem Wasserdruck kann die Installation eines Druckventils helfen. Das ist allerdings Sache eines Fachmanns.

Wer ist für eine pfeifende Dusche in Mietwohnungen verantwortlich?

Die meisten Ursachen für eine pfeifende Dusche fallen in den Verantwortungsbereich des Vermieters.

Besteht allerdings eine sogenannte Kleinreparaturklausel, dann können Sie für kleinere Reparaturen innerhalb einer vereinbarten Höchstgrenze (maximal 110 € pro Reparatur) von Ihrem Vermieter in die Pflicht genommen werden.

Für Schäden, die Sie selbst verursacht haben, müssen Sie natürlich ohnehin in vollem Umfang aufkommen.

Davon ausgenommen sind Verschleißerscheinungen, wie zum Beispiel verkalkte Wasserleitungen. Der Austausch von Armaturen gilt grundsätzlich als eine Instandhaltungsmaßnahme und ist damit Sache des Vermieters.

Ist solches Pfeifen Grund für eine Mietminderung?

Werden Sie dauerhaft durch eine pfeifende Dusche belästigt, kann das ein Grund für eine Mietminderung sein.

Das gilt insbesondere dann, wenn das Pfeifen aus einer Nachbarwohnung kommt und von Ihnen nicht beeinflusst werden kann.

Allerdings müssen Sie das Problem glaubhaft belegen. Es ist in jedem Fall besser, im Vorfeld das Gespräch mit Ihrem Vermieter zu suchen.

In den meisten Fällen wird sich das Pfeifen rasch beseitigen lassen und Sie müssen nicht zu dem vergleichsweise drastischen Mittel einer Mietminderung greifen, das im ungünstigsten Fall zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen kann.

Wie kann ich das Problem zukünftig verhindern?

Eine regelmäßige Reinigung und Pflege Ihrer sanitären Anlagen kann einem neuerlichen Auftreten des lästigen Pfeifgeräuschs entgegenwirken.

Gehen Sie auch sorgfältig mit dem Duschschlauch um, knicken Sie ihn vor allem nicht ab!

Beim Einbau neuer Armaturen sollten Sie darauf achten, dass hochwertige Modelle ausgewählt werden – allerdings sind hier Ihre Einflussmöglichkeiten begrenzt, wenn Sie den Einbau Ihrem Vermieter überlassen.

Sie dürfen grundsätzlich Armaturen auch selbst auswählen und einbauen, sind dann aber verpflichtet, diese im Falle eines Auszugs in der Wohnung zu belassen – oder die alten Modelle wieder einzubauen.

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