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Warum tropft die Dusche nach? (7 mögliche Ursache & Lösungen)

Heute sind Duschen mehr als nur ein Mittel zur Körperpflege. Als Zentrum des Badezimmers bilden sie eine Wohlfühloase, die aus unserem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken ist.

Doch was ist das? An den Fliesen und Armaturen haben sich hässliche Flecken gebildet und die Duschkabine scheint immer feucht zu sein? Diese Missstände deuten auf eine tropfende Dusche hin.

Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von verkalkten Armaturen über beschädigte Schläuche bis zur Duschbrause selbst.

Doch keine Sorge – ebenso vielfältig wie die Fehlerquellen sind die Lösungen, und meistens benötigen Sie keinen Klempner, um das Problem zu beheben.

Wir zeigen Ihnen:

  • warum Duschen anfangen zu tropfen
  • wann ein Defekt vorliegt
  • was Sie zur Reparatur benötigen, und
  • wie Sie das Tropfen in der Dusche verhindern können.

Meine Dusche tropft nach – ist sie kaputt?

Nicht immer muss ein Nachtropfen der Dusche auf einen Defekt hinweisen.

Wenn nach dem Abstellen des Wassers noch ein paar Tropfen austreten, ist das völlig normal und dem Druckausgleich zwischen Duschkopf und Umgebung geschuldet.

Stellen Sie es sich so vor: Wenn Sie das Wasser abdrehen, befinden sich im Inneren des Duschkopfes immer noch ein paar Tropfen, die „hinauswollen“.

Das können sie jedoch erst, wenn Luft in die Löcher der Brause dringt, was einige Zeit dauern kann. Auch die Temperatur im Badezimmer spielt dabei eine Rolle.

Legen Sie höchsten Wert auf eine trockene Duschkabine – etwa um Schimmel vorzubeugen – können Sie die Brause nach dem Duschen einfach schütteln und so letzte Tropfen loswerden.

Oder Sie hängen den Duschkopf so auf, dass das Wasser zurück in die Leitung fließt.

Gravierender ist es, wenn die Dusche auch Stunden nach dem Abstellen des Wassers noch nachtropft. So kann die Wasserrechnung empfindlich in die Höhe schnellen und die Feuchtigkeit nimmt zu, was Schimmelbildung begünstigt.

Darum werden wir uns im Folgenden mit diesem Fall beschäftigen.

Spielt der Duschtyp / Brausekopf eine Rolle?

Das Nachtropfen kann bei jeder Duschbrause auftreten, vor allem jedoch bei sog. Regenduschen – also bei Brausen, die das Wasser von oben auf den Benutzer tröpfeln lassen.

Bauartbedingt kann diese Variante auch noch geraume Zeit nach dem Duschen nachtropfen. Dies lässt sich vermeiden, indem Sie kurz vor Ende des Duschvorgangs manuell auf die Handbrause umstellen.

Ein Tipp: Wenn das Nachtropfen kurz und stoßweise erfolgt, ist meist alles in Ordnung.

Fließt das Wasser jedoch kontinuierlich aus und der „Brausentrick“ hilft nichts, weist dies auf einen Defekt hin und Sie sollten in jedem Fall weiterlesen.

Natürlich ist auch eine höhere Wasserrechnung bei gleichbleibendem Verhalten ein Anzeichen dafür, dass etwas mit der Dusche nicht stimmt.

7 mögliche Ursachen für eine tropfende Dusche

Duschen sind komplexe sanitäre Anlagen mit verschiedenen Bauteilen. Darum kann auch austretendes Wasser unterschiedliche Ursachen haben – etwa:

  1. Duschbrause
  2. Verbindung zwischen Duschbrause und Schlauch
  3. Verbindung zwischen Schlauch und Armatur
  4. Schlauch
  5. Armaturgriffe
  6. Einhebelmischer
  7. Wandanschluss der Armatur

Kann eine Dusche von alleine anfangen zu tropfen?

Natürlich kann ein unsanfter Umgang mit der Dusche bzw. den Armaturen das Tropfen begünstigen.

Wer zum Beispiel seinen Duschkopf grob anpackt oder ihn fallen lässt, muss sich über beschädigte Gewinde nicht wundern.

Das Gleiche gilt, wenn Sie die Griffe der Armatur zu fest zudrehen oder den Einhebelmischer ruckartig bewegen.

Doch nicht immer ist eine tropfende Dusche die Schuld des Benutzers. Besonders in Gegenden mit hartem Wasser setzt Kalk den Armaturen zu und lässt die Dichtungen, Schläuche oder Gewinde porös werden.

Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Wasser auströpfelt.

Wie kann ich sicher feststellen, was die Ursache des Tropfens ist?

Die Ursache für das Tropfen herauszufinden ist denkbar einfach. Sie müssen lediglich beobachten, wo das Wasser austritt.

Als Erstes überprüfen Sie die Schläuche: Befinden sich in ihnen Risse oder sind sie bereits stark verkalkt und haben ihre Biegsamkeit verloren?

Dann kann es durchaus sein, dass sie dem Wasserdruck nicht mehr standhalten.

Die Schläuche sind von außen so trocken, wie sie sein sollten? Dann sehen Sie sich die Verbindung zwischen Duschbrause und Schlauch an.

Wenn das darunter liegende Gewinde verschlissen ist, hält es unter Umständen nicht mehr dicht und Wasser tritt aus. Übrigens gilt das Gleiche für die Verbindung zwischen Armatur-Korpus und Schlauch.

Austretendes Wasser kann auch vom Duschkopf selbst verursacht werden. Begutachten Sie dafür die Löcher der Brause auf Kalkablagerungen.

Tritt das Wasser seitlich am Duschkopf aus? Dann ist wahrscheinlich ein poröser Gummiring der Übeltäter.

Haben Sie diese Fehlerursachen überprüft, sollten Sie die Armatur auf Feuchtigkeit kontrollieren. Jede Duscharmatur verfügt über Dichtungsringe aus Gummi, die ein Austreten des Wassers verhindern.

Mit der Zeit können diese jedoch durch Kalk und Schmutz porös werden. Dann entstehen kleine Risse, durch die das Wasser entweicht.

Unsere letzte Fehlerquelle ist die Verbindung zwischen der Wasserleitung in der Wand und der Armatur. Diesen Übeltäter erkennen Sie meist daran, dass die Wand direkt unterhalb der Armatur feucht oder schimmlig ist.

Kann ich eine tropfende Dusche selbst reparieren?

Wenn Ihre Dusche mehr tropft als gewöhnlich, müssen Sie nicht gleich einen Klempner rufen. Je nach Ursache können Sie das Problem auch selbst beheben.

Wir zeigen Ihnen, wie das geht:

Wechseln des Schlauches

Hat der Dusch-Schlauch durch jahrelangen Gebrauch einen Riss bekommen?

Dann sollten Sie ihn austauschen. Zwar könnten Sie das gute Stück mit Dichtband umwickeln. Das stellt jedoch nur eine temporäre Lösung dar, bevor der Schlauch an anderer Stelle nachgibt.

Zum Glück ist das Wechseln eines Dusch-Schlauchs denkbar einfach. Sie müssen den alten Schlauch lediglich mit einer Zange von der Armatur und dem Duschkopf lösen und den neuen Schlauch anschrauben.

Polstern Sie die Zange beim zweiten Schritt mit einem Tuch, damit das Metall nicht zerkratzt wird.

Folgendes Video kann Ihnen zur Veranschaulichung dienen:

Abdichten des Gewindes

Wenn Wasser zwischen Duschkopf und Schlauch austritt, gehen Sie folgendermaßen vor: Schrauben Sie den Duschkopf ab und wickeln Sie ein Stück Teflonband um das Gewinde.

Alternativ können Sie auch einen Einmalhandschuh aus Gummi zerschneiden und damit das Gewinde abdichten.

Dieses Video zeigt, wie das funktioniert:

Reinigung/Reparatur des Duschkopfs

Wird das Tropfen von verkalkten Löchern im Duschkopf verursacht, können Sie diesen ganz einfach reinigen.

Schrauben Sie den Duschkopf ab und legen Sie ihn für etwa 8 Stunden in eine Lösung aus Wasser und Essig.

Bei leichten Verkalkungen bietet sich ein Mischverhältnis aus drei Teilen Wasser und einem Teil Essig an. Ist der Kalk weiter fortgeschritten, sollten Sie den Anteil des Essigs erhöhen.

Nach 8 Stunden haben sich die gröbsten Ablagerungen gelöst und Sie können den Duschkopf  reinigen.

Mit einem Zahnstocher entfernen Sie die Rückstände aus den Löchern, bevor Sie der Brause mit einer Bürste den letzten Schliff verpassen.

Reinigung/Austausch des Dichtrings im Duschkopf

Nicht nur in der Armatur, auch im Duschkopf selbst ist ein Dichtring aus Gummi verbaut.

An diesen gelangen Sie, wenn Sie die Oberseite des Duschkopfs abnehmen und das Lochsieb entfernen. Eventuell müssen Sie dafür eine Schraube lösen.

Anschließend nehmen Sie den Dichtring heraus. Ist er bereits porös und nicht mehr biegsam?

Dann sollten Sie ihn austauschen. Wenn er jedoch lediglich verkalkt ist, bietet sich ein Bad aus Essig zur Reinigung an. 

Reparatur des Einhebelmischers 

Tritt das Wasser am Einhebelmischer der Armatur aus?

Auch dafür gibt es eine Lösung. In diesem Beitrag über Waschbecken erfahren Sie, wie man die Kartusche in einer solchen Armatur austauschen oder reinigen kann.

Austausch der Dichtringe in den Armaturgriffen

Ganz selten befinden sich in Duschen noch Armaturen mit zwei Griffen.

Diese sind im Inneren mit Dichtringen versehen, die mit der Zeit porös werden können. Wie Sie die Griffe abschrauben und die Ringe austauschen, erfahren Sie hier.

Besitzen Sie eine Thermostatarmatur, an der Wasserdruck und Temperatur gesondert über zwei Griffe eingestellt werden? Dann sollten Sie sich dieses Video ansehen:

Abdichten des Wandanschlusses der Armatur 

Für diesen Schritt müssen Sie als Erstes das Wasser im Badezimmer (oder im gesamten Haus) abstellen. Sonst würde das Wasser aus der Leitung geschossen kommen, sobald die Armatur ausgebaut ist.

Ist die Wasserzufuhr unterbrochen, können Sie sich an das Entfernen der Armatur machen. Je nach Bauart müssen Sie dafür eine oder, was häufiger ist, zwei Anschluss-Schrauben mit dem Schraubenschlüssel/der Zange lösen.

Dann entfernen Sie die Zierblenden, und schon blicken Ihnen die blanken Anschlüsse der Wasserleitung entgegen.

Diese besitzen ein Gewinde, das mit der Zeit durch Kalk und Schmutz in Mitleidenschaft gezogen wird. Entweder Sie machen sich mit einer Bürste an die Reinigung, oder Sie tauschen die Anschlüsse aus.

Wie das geht, demonstriert dieses Video sehr anschaulich:

WICHTIGER HINWEIS: Jede Arbeit an der Wasserleitung stellt einen bedeutenden Eingriff in die Trinkwasser-Installation eines Hauses dar.

Machen Sie hier einen Fehler, kann das Wasser ungehindert austreten. Das mag in der Dusche nicht gravierend sein – kann jedoch eine Überschwemmung verursachen, falls der Abfluss verstopft ist.

Wenn Sie dieses Risiko nicht eingehen möchten, sollten Sie einen Fachmann beauftragen.

Was benötige ich, um eine tropfende Dusche zu reparieren?

Welches Equipment Sie genau für die Reparatur benötigen, hängt natürlich von der Ursache des Tropfens ab.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie jedoch folgende Werkzeuge und Utensilien parat haben:

  • 32er-Schraubenschlüssel für Anschluss-Schrauben
  • Neue Dichtungsringe und Dichtungsfett
  • Gewindedichtung: Teflonband, Hanf oder ein Stück Gummihandschuh
  • Kleiner Schraubenzieher
  • Behälter, um Schrauben sicher aufzubewahren
  • Rohr- oder Wasserpumpenzange, um festsitzende Gewinde zu lösen
  • Stofflappen zur Polsterung der Zange
  • Bürste zur Reinigung des Duschkopfs oder der Gewinde.

Wie kann ich verhindern, dass meine Dusche nachtropft?

Wie Sie sehen, ist das Reparieren einer tropfenden Dusche kein Hexenwerk. Doch noch einfacher wäre es, wenn das Tropfen gar nicht erst auftreten würde.

Das erreichen Sie am besten, indem Sie Ihre Dusche pfleglich behandeln. Vermeiden Sie es, den Duschkopf fallen zu lassen oder am Schlauch zu packen, damit das Gewinde im Inneren nicht beschädigt wird.

Drehen Sie die Griffe an der Armatur nicht zu fest zu und betätigen Sie den Einhebelmischer niemals mit Gewalt.

Lässt er sich nur noch schwer bewegen oder schließt er nicht mehr richtig, verstärken Sie so nur das Problem.

Kommen wir erneut zur Hauptursache von tropfenden Duschen: Kalk.

Die schlechte Nachricht: Wie viel dieser lästigen Ablagerungen in Ihre Armaturen gelangen, können Sie nur bedingt beeinflussen.

Stattdessen kommt es darauf an, wie hart das Wasser an Ihrem Wohnort ist. Haben Sie keine Lust mehr, sich mit Kalk rumzuärgern, können Sie einen entsprechenden Filter einbauen.

Welche Möglichkeiten Ihnen dabei zur Verfügung stehen, haben wir in diesem Artikel thematisiert.

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