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Sind Waschbeckenunterschränke genormt? (einfach erklärt)

Unterschränke für das Waschbecken erfüllen gleich mehrere Aufgaben:

Zum einen schaffen sie mehr Stauraum im Badezimmer – etwa für Handtücher, Kosmetika oder Putzmittel.

Zum anderen verdecken sie die Schläuche unter dem Waschbecken.

Das ist ein wichtiges Kriterium für alle, die die Optik ihres Badezimmers aufhübschen wollen.

Vor dem Kauf stellen sich jedoch einige Fragen:

  • Sind die Größen von Waschbecken-Unterschränken genormt?
  • Welches Material ist besonders gut für die Möbelstücke geeignet?
  • Was kann ich tun, wenn wenig Platz unter dem Waschbecken vorhanden ist?
  • Was muss ich bei der Montage eines Waschbeckenunterschranks beachten?

In diesem Artikel verraten wir Ihnen alles, was Sie über Waschbeckenunterschränke wissen müssen.

Welche Normen gibt es bei Waschbeckenunterschränken?

Unterschränke für das Waschbecken werden in vielerlei Größen hergestellt.

Obwohl dafür keine verbindliche Norm existiert, haben sich die folgenden Maße durchgesetzt:

  • Unterschränke für Einzelwaschbecken sind meist 50–60 cm breit.
  • Produkte für Doppelwaschbecken messen dagegen 120–140 cm in der Breite.
  • Die Tiefe beträgt größtenteils 30–40 cm, seltener auch bis zu 55 cm.
  • Damit die Schränke unter das Waschbecken passen, sind sie meist 54–62 cm hoch.

Ungeachtet der Größe gibt es weitere Normen, die für Unterschränke infrage kommen:

  • Das Gütesiegel nach DIN 68871 bestätigt, dass Ihr Unterschrank komplett aus Massivholz gefertigt ist.
  • Wenn Sie sicher sein wollen, dass das Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt, sollten Sie nach dem Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council) Ausschau halten.
  • Das Gütesiegel „Goldenes M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel zeichnet Produkte mit hoher Haltbarkeit, Qualität und Umweltverträglichkeit aus.
    Ferner bescheinigt es, dass Ihr Unterschrank ohne schädliche Chemikalien gefertigt wurde.

Was muss ich vor dem Kauf eines Waschbeckenunterschrankes beachten?

Die Größe stellt ein wichtiges, aber nicht das einzige Kriterium beim Kauf dar.

Daneben sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

Material

Für die edle Optik im Badezimmer schwören viele Käufer auf Holz.

Dieses Naturmaterial gibt es in zahlreichen Mustern und Farben.

Doch Achtung: Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad sind Naturhölzer wenig geeignet. Diese würden mit der Zeit aufquellen.

Stattdessen empfehlen sich Modelle, die eine schützende Schicht aus Melaninharz besitzen.

Aber auch mit Schränken aus Kunststoff lässt sich der Holz-Look erzielen – und das zum kleineren Preis als für Echtholz.

Füße, Griffe und Scharniere sollten aus einem rostfreien Material bestehen. Dafür bieten sich Edelstahl oder Aluminium an.

Die Schubladen und Türen sind meist aus demselben Material gefertigt wie der Rest des Unterschranks.

Jedoch gibt es auch Modelle mit Glastüren, die besonders gut zu gläsernen Waschbecken passen.

Wenn Sie jedoch den Siphon oder Putz-Utensilien im Schrank verdecken möchten, sind blickdichte Türen besser geeignet.

Stehend oder hängend?

Unterschränke, die an der Wand hängen, erlauben es Ihnen, näher an das Waschbecken zu treten.

Wenn Sie Ihre Haare im Becken waschen oder einen Schluck trinken wollen, ist das durchaus sinnvoll.

Außerdem verstauen viele Badbesitzer gerne ihre Waage unter dem Waschbeckenschrank.

Beliebt ist beispielsweise dieses Qualitätsprodukt der Firma Fackelmann:

Der Nachteil: Zur Montage müssen Sie durch die Fliesen bohren, was das richtige Werkzeug, handwerkliches Geschick und evtl. die Zustimmung des Vermieters erfordert.

Wenn Sie sich das Bohren sparen möchten, sollten Sie sich für einen stehenden Unterschrank entscheiden.

Und auch bei wenig tragfähigen Wänden eignet sich diese Lösung.

Ein weiterer Vorteil: Diese Unterschränke lassen sich wesentlich einfacher austauschen als ihre hängenden Pendants.

Unsere Empfehlung: der trendteam smart living Unterschrank in schlicht-elegantem Design.

Natürlich gibt es auch Unterschränke mit Rollen.

Diese lassen sich besonders einfach verschieben – praktisch, wenn Sie den Bereich unter dem Schrank reinigen möchten.

Wie wäre es etwa mit diesem Modell im rustikalen Eichen-Look?

Verstellbare Höhe

Möchten Sie sich das Ausmessen sparen und gleichzeitig sicherstellen, dass der Schrank unter das Waschbecken passt?

Dann sind Produkte mit ausziehbaren Füßen ideal.

Diese können Sie flexibel in der Höhe verstellen.

Vor allem, wenn Sie noch nicht wissen, für welches Waschbecken Sie den Schrank verwenden wollen, bietet sich diese Lösung an.

Natürlich können Sie Ihren Unterschrank auch nachträglich höher bauen.

Dafür eignen sich verstellbare Möbelfüße: z. B. dieses Set des Herstellers Sossai.

Türen oder Schubladen?

Ob Sie einen Schrank mit Türen oder Schubladen wählen sollten, hängt vor allem von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Aber auch praktische Überlegungen spielen eine Rolle:

Türfächer bieten Ihnen genügend Stauraum für hohe Gegenstände.

Wollen Sie dagegen kleine Utensilien aufbewahren, können Sie den Platz mit Unterböden ganz einfach aufteilen.

Schubladen empfehlen sich vor allem für Handtücher und Bademäntel.

So können diese beim Aufmachen der Schubladen nicht herausfallen.

Kleinutensilien lassen sich wunderbar in herausnehmbaren Körben verstauen.

Oder möchten Sie Gegenstände mit einem Griff parat haben?

Dann ist eine Ablage oberhalb der Türen äußerst praktisch: z. B. bei diesem Unterschrank der Firma VASAGLE.

Wie messe ich einen Waschbeckenunterschrank richtig?

Bevor Sie sich für einen Unterschrank entscheiden, sollten Sie die verfügbare Breite und Tiefe messen.

Links und rechts neben dem Waschbecken muss genug Platz bleiben, damit der Schrank nicht an Türen oder andere Möbel anstößt.

Um die maximale Höhe zu bestimmen, messen Sie vom Boden bis zur Unterkante des Waschbeckens.

Natürlich muss der Unterschrank nicht direkt anschließen.

Bedenken Sie jedoch: Bei zu viel Abstand ist der Siphon des Waschbeckens sichtbar.

Dieses Erscheinungsbild gefällt nicht jedem.

Apropos Siphon: Damit dieses Rohr nicht an den Unterschrank anstößt, sollten Sie seine Breite messen.

Diesen Wert vergleichen Sie dann mit der Aussparung in der Mitte des Schranks.

Kann ich einen Waschbeckenunterschrank selbst montieren?

Die meisten Unterschränke werden in Einzelteilen geliefert und müssen vor Ort aufgebaut werden. Das stellt selten ein Problem dar.

Zur Montage folgen Sie einfach der mitgelieferten Anleitung. Teilweise liefern die Hersteller das benötigte Werkzeug mit.

Allgemein gilt: Als Erstes wird der Korpus des Unterschranks montiert.

Anschließend müssen die Scharniere und Türen bzw. Schubladen angebracht werden. Suchen Sie übrigens nicht nach einer Rückwand.

Um Platz für die Schläuche und den Siphon zu lassen, fehlt diese meistens.

Haben Sie sich für ein hängendes Modell entschieden, müssen Sie das gute Stück natürlich noch an der Wand befestigen.

Dafür zeichnen Sie im richtigen Abstand Markierungen auf die Fliesen, bohren die Löcher und stecken die Schrauben hinein.

Wie Sie beim Bohren vorgehen sollten, verrät Ihnen dieser Artikel.

Benötige ich spezielles Werkzeug für die Montage eines Waschbeckenunterschrankes?

Zur Montage eines stehenden Waschbeckenunterschranks benötigen Sie lediglich einen Schraubenzieher in der richtigen Größe.

Schneller verrichten Sie die Arbeit natürlich mit einem Akkuschrauber.

Um die Löcher für wandhängende Unterschränke zu bohren, ist außerdem eine Bohrmaschine vonnöten.

Für Fliesen empfehlen sich Diamantbohrer mit hohem Härtegrad.

Was kann ich tun, wenn der Waschbeckenunterschrank nicht unter das Waschbecken passt?

Sollte der Platz unter dem Waschbecken nicht ausreichen, haben Sie zwei Möglichkeiten:

Zum einen könnten Sie das Waschbecken höher hängen.

Dafür müssen Sie zwei neue Löcher in die Fliesen bohren und sicherstellen, dass Siphon und Flexschläuche lang genug sind.

Wie Sie beim Versetzen des Beckens vorgehen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Alternativ können Sie den Ausschnitt des Unterschranks vergrößern.

Dies empfiehlt sich auch, wenn die Aussparung für den Siphon zu klein geraten ist.

Zeichnen Sie eine Markierung auf das Holz und sägen es mit einer Stichsäge zurecht.

Anschließend sollten Sie die Schnittkanten abschleifen und mit Holzlack behandeln.

Sonst könnte das Holz an diesen Stellen Feuchtigkeit ziehen und aufquellen.

Ein Tipp: Sägen Sie mit Kunststoff beschichtete Holzplatten von unten.

Auf diese Weise bleiben auf der „guten“ Seite weniger Ausrisse sichtbar.

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