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Waschtischarmatur vs Spültischarmatur – Unterschiede, Gemeinsamkeiten & worauf es wirklich ankommt

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Waschtischarmatur & Spültischarmatur – diese beiden Begriffe werden oft synonym verwendet.

Dabei handelt es sich in Wirklichkeit um zwei verschiedene Armatur-Typen.

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu kennen ist jedoch äußerst wichtig, um Fehlkäufe zu vermeiden.

In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige darüber, was die beiden Armaturen unterscheidet und in wie fern sie sich gleichen.

So finden Sie zielsicher die richtige Armatur, die für Ihre Situation genau passt.

Einsatzbereich der Armatur bestimmt die Bezeichnung

Im Grunde ist die Unterscheidung der beiden Begriffe ganz einfach:

Spültischarmaturen sind für die Verwendung an einem Spültisch gedacht, Waschtischarmaturen an einem Waschtisch.

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Spültischarmaturen mit flexiblen Schläuchen sind äußerst praktisch (Bild: Grohe Essence)

Der Hase liegt also bei der Unterscheidung der Begriffe Spültisch und Waschtisch im Pfeffer.

Die Verwirrung kommt daher, dass diese beiden ungleichen Begriffe heutzutage oft in einen Topf geworfen werden.

Was ist also der Unterschied?

Ein Spültisch – auch Spülbecken oder Spüle genannt – ist das Becken, was Sie in Ihrer Küche haben.

An diesen Spülen kommen Spültischarmaturen zum Einsatz.

Ein Waschtisch (auch Waschbecken genannt) hingegen findet sich in quasi jedem Badezimmer – in aller Regel als Handwaschbecken. Hier werden Waschtischarmaturen verwendet.

Dementsprechend gibt es noch weitere Armaturtypen, deren Bezeichnung der gleichen Logik folgt, beispielsweise:

Jetzt haben wir also die Grundlagen geklärt und wissen, wo Spültisch- und wo Waschbeckenarmaturen eingesetzt werden.

Zeit, uns einmal genauer die entsprechenden Armaturen für den jeweiligen Einsatzzweck anzusehen.

Gemeinsamkeiten von Spültischarmaturen und Waschtischarmaturen

Der grundsätzliche Aufbau einer Küchenarmatur ist zunächst der gleiche wie der einer Waschtischarmatur:

  • Armaturkörper
  • Bedienhebel
  • Wasserauslauf
  • Anschlussschläuche

Es hält Sie selbstverständlich auch nichts davon ab, eine speziell für die Küche gedachte Armatur an Ihrem Waschbecken im Badezimmer zu verwenden.

Allerdings würden wohl die wenigsten eine Spültischarmatur mit Spiralfeder als ideal im Bad ansehen.

Wie Sie gleich sehen werden, kommt es auf die Mischung aus Funktionalität, Design, Anbauweise sowie bauliche Gegebenheiten an, welche Armatur sich für welchen Raum am besten eignet.

Verborgende oder sichtbare Technik?

Sie haben die freie Wahl, ob Sie den Armaturkörper und die Leitungstechnik sichtbar im Blickfeld haben möchten oder nicht.

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typisches Beispiel einer Waschtischarmatur – in diesem Fall als elegante Unterputzarmatur

Falls Sie sich für die unsichtbare Variante entscheiden, dann kommen Unterputzarmaturen für Sie in Frage.

Die Alternative dazu sind die bekannten Aufputzarmaturen, bei denen der komplette Armaturkörper zu sehen ist.

Sowohl Küchen- also auch Waschbeckenarmaturen gibt es in beiden Varianten.

Insofern ist Aufputz- oder Unterputzmontage kein Unterscheidungskriterium zwischen Spültisch- und Waschtischarmaturen.

Gleichwohl werden Unterputzarmaturen eher für das Badezimmer gewählt, da vor allem der moderne optische Eindruck überzeugt.

Viele Spülbeckenarmaturen sind dagegen Aufputzarmaturen.

Warum?

Weil es in der Küche in erster Linie nicht primär auf die Optik, sondern vor allem auf Funktionalität und Praktikabilität ankommt.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Küchenarmaturen deshalb hässlich sein müssen, ganz im Gegenteil.

Wandmontage oder Standarmatur?

An den eben besprochenen Punkt (Aufputz-Unterputz) schließt sich inhaltlich die Frage der Art der Montage an.

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Die meisten Spültischarmaturen sind Standarmaturen, da sie sich flexibel positionieren lassen (Bild: Grohe Eurosmart)

Jede Unterputzarmatur ist automatisch eine Wandarmatur – weil sie ja unter dem Putz der Wand verschwindet.

Umgedreht ist aber nicht jede Wandarmatur eine Unterputzarmatur. Gerade Wandarmaturen für die Küche sind sogar meistens Aufputzarmaturen.

Allerdings werden Spültischarmaturen aufgrund der deutlich höheren Flexibilität in Bezug auf die genaue Anbringung an der Spüle meist als Standarmatur gewählt.

Auch Waschtischarmaturen sind immer noch eher Standarmaturen, die direkt auf oder neben dem Waschtisch montiert werden.

Es wird aber mittlerweile immer beliebter, eine hochwertige Wandarmatur als Unterputzvariante für das heimische Badezimmer zu wählen.

Spültischarmaturen – Funktionalität steht im Vordergrund

Küchenarmaturen sollen also vor allem praktisch sein. Wie äußerst sich das nun ganz konkret in deren Bauweise?

In erster Linie geht es an der Küchenspüle um Bewegungsfreiheit und Flexibilität. Die Küchenarmatur muss also bestens auf dieses Ziel ausgelegt sein.

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Küchenarmaturen mit Spiralfedern sind nicht nur bei Profis beliebt (Bild: Grohe K7)

Eine Grundeigenschaft der meisten Küchenspülarmaturen ist der hohe Wasserauslauf.

Egal ob in C-Form oder nicht, entscheidend ist, dass genügend Platz zwischen Wasserhahn und Spülenbecken vorhanden ist, um auch den größten Kochtopf befüllen und abwaschen zu können.

Deshalb sind beispielsweise schwenkbare Ausläufe besonders verbreitet unter Spülbeckenarmaturen.

Bei Waschbeckenarmaturen hingegen ist diese Funktion zwar ganz nett, aber bei Weitem nicht so entscheidend zum Händewaschen.

Eine Sonderform des schwenkbaren Auslaufes ist die Spiralfeder.

Durch diese bewegliche Spirale ist der komplette Auslauf super flexibel – sogar noch mehr als bei einem “normalen” Schwenkauslauf.

Deshalb sind Armaturen mit Spiralfedern ganz klar für die Küchenspüle gemacht.

Auch sehr beliebt sind Küchenarmaturen mit ausziehbarer Brause, denn diese bietet enorme Flexibilität, wirken nach Benutzung aber sehr kompakt.

Hochdruck- & Niederdruckarmaturen – sowohl in Küche als auch im Bad

Sowohl Spültischarmaturen als auch Waschtischarmaturen gibt es in beiderlei Varianten: als Hochdruck- und Niederdruckarmaturen.

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Die Anzahl der Anschlüsse verrät die Art der Armatur

Welche Variante für Sie die richtige ist, hängt nicht vom dem Raum ab, indem die Armatur eingesetzt wird.

Sondern ausschließlich davon, ob Sie eine zentrale Warmwasserversorgung haben oder nicht.

Falls Sie Ihr Warmwasser mit einem drucklosen Boiler erzeugen, brauchen Sie zwingend eine Niederdruckarmatur – egal ob für Ihre Küche oder Ihr Bad.

Wie Sie eine Hochdruck- von einer Niederdruckarmatur zweifelsfrei unterscheiden, erklären wir ganz einfach in diesem Beitrag.

Haben Sie hingegen zentralen Warmwasserzugang oder einen Durchlauferhitzer, greifen Sie stattdessen zu einer Hochdruckarmatur.

Mischbatterie oder Kaltwasserhahn?

In aller Regel werden Sie für Ihre Küche eine Mischbatterie wählen – egal ob Hoch- oder Niederdruckmodell.

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Hochwertiger Kaltwasserhahn für den Waschtisch (Bild: Grohe Euroeco CS)

Mischbatterie heißt, dass der Armatur sowohl warmes als auch kaltes Wasser zugeführt wird, welches dann im Inneren der Armatur vermischt wird – und zwar auf die gewünschte Temperatur.

Die Alternative dazu ist ein sogenannter Kaltwasserhahn (Standventil). Sollten Sie nur Kaltwasserzugang haben, ist dieser Armaturtyp eine Option.

Trotz seines Names lässt sich aus ihm durchaus auch Warmwasser entnehmen – und zwar in Verbindung mit einem Durchlauferhitzer. Dann kommt stets die am Gerät eingestellte Wassertemperatur aus dem Hahn.

Kaltwasserhähne sind in Küchen eher untypisch, da gerade dort auch einmal sehr heißes Wasser benötigt wird.

An Waschtischen hingegen reichen diese einfachen Standventile hingegen durchaus.

Insbesondere, wenn es sich um wenig benutzte Waschbecken handelt – z.B. in der Gästetoilette.

Wie viele Hebel sollen es sein? Einhebel- oder Zweigriffarmaturen

Die Frage nach der Praktikabilität hatten wir ja bereits bei schwenk- und ausziehbaren Armaturen in der Küche angesprochen.

Genauso wichtig für die einfache Bedienung ist dementsprechend die Anzahl der Griffe oder Hebel.

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Zweigriffmischer versprühen einen ganz eigenen optischen Charme

Denn speziell in der Küche ist es wichtig, die Wassermenge und -temperatur schnell und einfach einstellen zu können.

Vor allem dann, wenn eine Hand seifig ist und die andere einen sperrigen und schweren Küchentopf hält.

Aus diesem Grund sind die allermeisten Küchenarmaturen Einhebelmischer.

Natürlich trifft dieser Punkt der einfachen Bedienung auch auf Waschtischarmaturen zu.

Allerdings steht für viele Leute ein ganz anderer Aspekt im Vordergrund: der optische Eindruck.

Und hier kommen Zweigriffarmaturen ins Spiel.

Denn in der Regel ist es kein großer Umstand, beide Hände zum Einstellen der Wassertemperatur zu nutzen.

Ja, sie verbrauchen etwas mehr Wasser als Einhandmischer.

Aber ein nostalgischer Charme oder klassischer Stil lässt sich oftmals nur mit Zweigriffmischern versprühen – deshalb sind sie sehr beliebt im Badezimmer.

Sensor-Armaturen & Thermostatarmaturen

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Infrarot-Armaturen sind praktisch und hygienisch

Immer beliebter werden Infrarot-Armaturen, die berührungslose Bedienung ermöglichen.

Einige dieser Sensorarmaturen sind eher für den Waschtisch geeignet, weil sie eine geringe Auslaufhöhe und keinen schwenkbaren Auslauf haben.

Es gibt allerdings auch hervorragende Infrarot-Küchenarmaturen, die mit schwenkbarem und sehr hohem C-Auslauf ausgestattet sind – z.B. das Modell von Grünblatt.

Eine weitere technische Alternative, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut, sind Thermostatarmaturen.

In erster Linie werden diese zwar verständlicherweise für Duschen und Badewannen verwendet (Stichworte: Verbrühungsgefahr & Temperaturschwankungen).

Aber auch am Waschtisch sind sie durchaus praktisch – kommt doch stets die einmal eingestellte Temperatur aus dem Hahn.

Fazit

Sie kennen nun den grundsätzlichen Unterschied zwischen einer Waschtischarmatur und einer Spültischarmatur – nämlich der unterschiedliche Einsatzort.

Darüber hinaus wissen Sie jetzt auch, welche Eigenschaften einer Armatur eher in der Küche vorteilhaft sind und was tendenziell eher im Bad von Vorteil ist.

Somit sind Sie nun bestens gerüstet, sich für Ihre neue Wunscharmatur zu entscheiden.

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